Thursday, June 20, 2024
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Dutzende Länder melden sich zum Friedensgipfel in der Ukraine an, sagt die Schweiz


BERLIN – An einem Gipfel, von dem die Schweiz hofft, dass er den Weg für einen Friedensprozess in der Ukraine ebnet, haben Delegationen aus mehr als 50 Ländern teilgenommen, sagte Schweizer Präsidentin Viola Amherd am Mittwoch.

Die neutrale Schweizer Regierung strebe eine breite Beteiligung aus verschiedenen Teilen der Welt an und es seien 160 Einladungen verschickt worden, sagte Amherd auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz nach dem Treffen der beiden in Berlin.

Die Schweiz wolle weitere Länder aus dem sogenannten globalen Süden sowie China zum Beitritt bewegen, fügte sie hinzu.

„Diese Arbeit läuft auf Hochtouren“, sagte Amherd.

Laut Amherd, der sich im Januar auf Geheiß des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereit erklärte, den Gipfel auszurichten, hätten auch Länder in Südamerika, Afrika und dem Nahen Osten ihr Kommen bestätigt.

Russland, das vor mehr als zwei Jahren in die Ukraine einmarschierte, wurde nicht eingeladen. Diplomaten und Außenpolitikexperten sagen, dass sich die Gespräche, die in der Nähe der Schweizer Stadt Luzern stattfinden sollen, wahrscheinlich darauf konzentrieren werden, wie die Risiken, die sich aus der Invasion Moskaus ergeben, gemindert werden können.

Etwa die Hälfte der Länder, die ihre Teilnahme ankündigten, waren nichteuropäisch, und die Teilnehmerliste werde sich wahrscheinlich bis zur letzten Minute ändern, sagte Amherd.

Selenskyj sagte in einem Beitrag auf der Website des ukrainischen Präsidenten, die Staats- und Regierungschefs Georgiens, Liechtensteins und Malawis hätten ihm mitgeteilt, dass sie beim Gipfel vertreten sein würden.

Letzte Woche sagte Selenskyj, Kap Verde sei das erste afrikanische Land gewesen, das einer Teilnahme zugestimmt habe.

Amherd wurde auch gefragt, ob die Schweiz bereit wäre, die Lieferung eines Patriot-Raketenabwehrsystems, das sie von den USA erhalten soll, hinauszuzögern, um der Ukraine nach einem deutschen Vorschlag zu helfen, früher eines zu erhalten.

Die Schweizer Präsidentin sagte, ihr Kabinett habe über die Frage noch nicht debattiert, sie befinde sich jedoch im Gespräch mit dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius darüber.

Quelle: VOA

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