Thursday, June 13, 2024
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Referendum in Der Schweiz: Wähler Befürworten CO2-Reduzierungen Aufgrund Der Gletscherschmelze

Die Wähler in der Schweiz haben ein neues Klimagesetz unterstützt, das darauf abzielt, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren und bis 2050 Netto-CO2-Emissionen von Null zu erreichen.

Die Regierung sagt, das Land müsse seine Energiesicherheit und die Umwelt schützen, da die Gletscher in den Schweizer Alpen schnell schmelzen.

Das Gesetz erfordert eine Abkehr von der Abhängigkeit von importiertem Öl und Gas hin zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen.

Beim Referendum am Sonntag stimmten 59,1 % der Wähler den Vorschlägen für grüne Energie.

Gegner hatten argumentiert, dass die Maßnahmen die Energiepreise in die Höhe treiben würden.

Fast alle großen Parteien der Schweiz unterstützten den Gesetzentwurf, mit Ausnahme der rechten Schweizerischen Volkspartei (SVP), die das Referendum auslöste, nachdem sie sich gegen die Vorschläge der Regierung gewehrt hatte.

Die Schweiz importiert rund drei Viertel ihrer Energie, wobei das gesamte verbrauchte Erdöl und Erdgas aus dem Ausland stammt.

Das Klimagesetz sieht eine finanzielle Unterstützung von 2 Milliarden Schweizer Franken (2,2 Milliarden US-Dollar; 1,7 Milliarden Pfund) über ein Jahrzehnt hinweg vor, um den Ersatz von Gas- oder Ölheizungssystemen durch klimafreundliche Alternativen zu fördern, und 1,2 Milliarden Franken, um Unternehmen zu grünen Innovationen zu bewegen.

Denn die Gletscher in den Alpen sind aufgrund des Klimawandels besonders gefährdet, dass die Temperaturen steigen. Sie haben zwischen 2001 und 2022 ein Drittel ihres Eisvolumens verloren.

Der führende Schweizer Glaziologe Matthias Huss, der den Rückzug der Gletscher aufmerksam verfolgt hat, begrüßte das „starke Signal“ der Abstimmung am Sonntag und sagte auf Twitter, er sei „sehr froh, dass die Argumente der Klimawissenschaft gehört wurden“.

Die Parlamentarierin der Sozialistischen Partei Valerie Piller Carrard sagte, es sei „ein wichtiger Schritt für künftige Generationen“.

Auch die Pläne zur Einführung einer weltweiten Mindeststeuer von 15 % für multinationale Konzerne unterstützten die Wähler in einem zweiten Referendum mit überwältigender Mehrheit, 78,5 % stimmten dafür.

Im Jahr 2021 schloss sich die Schweiz fast 140 Ländern an, die einem Abkommen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Festlegung eines Mindeststeuersatzes für Großunternehmen beigetreten sind .

Finanzministerin Karin Keller-Sutter begrüßte die „sehr hohe Akzeptanz“ für den Plan einer Verfassungsänderung, damit die Schweiz dem Abkommen beitreten kann.

Die Beteiligung an den Volksabstimmungen am Sonntag lag bei etwa 42 %.

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