Wednesday, June 12, 2024
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Deutschland soll ‘schnell’ Luftabwehrsysteme in die Ukraine schicken

Deutschland soll innerhalb von “Tagen” das erste von vier Hightech-Luftverteidigungssystemen ausliefern. Die Eile, die Lieferung zu beschleunigen, kommt, nachdem schwere russische Raketenangriffe ukrainische Großstädte einschließlich Kiew getroffen haben.

Die deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht sagte am Montag, die russischen Raketenangriffe auf ukrainische Bevölkerungszentren hätten die Dringlichkeit der Lieferung von Luftverteidigungssystemen an die Streitkräfte Kiews deutlich gemacht.

Die lang versprochenen Systeme, die eine ganze Stadt schützen können, sollten ursprünglich Ende des Jahres ausgeliefert werden. Die tödlichen Streiks vom Montag haben nun jedoch die Lieferzeit beschleunigt.

Was haben deutsche Beamte gesagt?
Lambrecht sagte, das russische Sperrfeuer unterstreiche die Notwendigkeit einer schnellen Lieferung der fahrzeugmontierten Iris-T-SLM-Systeme.

“Der erneute Raketenbeschuss auf Kiew und viele andere Städte zeigt, wie wichtig es ist, die Ukraine schnell mit Luftabwehrsystemen zu versorgen“, sagte der Verteidigungsminister in einer Erklärung.

“Russlands Angriffe mit Raketen und Drohnen terrorisieren vor allem die Zivilbevölkerung“, sagte Lambrecht.

Das erste von vier Hightech-Luftverteidigungssystemen werde nun “in den kommenden Tagen für den effektiven Schutz von Menschen bereit sein”, fügte sie hinzu.

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte versprochen, die Luftabwehrsysteme im Juni an die Ukraine zu liefern.

Was können die Luftabwehrschilde?
Der IRIS-T SLM kann anfliegende Raketen in einer Höhe von bis zu 20 Kilometern (12 Meilen) und einer Entfernung von bis zu 40 Kilometern abwehren.

Das Abwehrsystem ermögliche es, so Scholz, “eine ganze Großstadt vor russischen Luftangriffen zu schützen”.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sagte am Montag, Deutschland werde “alles tun”, um die Luftabwehr der Ukraine schnell zu stärken.

“Es ist verabscheuungswürdig und nicht zu rechtfertigen, dass Putin große Städte und Zivilisten mit Raketen bombardiert“, schrieb Baerbock auf Twitter.

Bei den Raketenangriffen am Montagmorgen wurde nach Angaben des Auswärtigen Amtes ein großes Gebäude eines deutschen Konsulats in Kiew beschädigt. Es fügte jedoch hinzu, dass das Büro seit Ausbruch des Krieges nicht mehr genutzt worden sei.

Quelle: DW

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